Dein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Gefälschte Akkus - Die Schuldfrage und was für uns bleibt / Electropapa Blog

Jeder weiß, dass Original-Akkus in der Herstellung weit weniger Geld kosten, als das wofür sie dann verkauft werden. Hier wittern natürlich Unternehmen ihre Chance und bauen Akkus nach, welche dann als "Originalware" weiterverkauft werden.


In einem Test im c´t Magazin wurden 12 von 12 auf Amazon gekaufte Samsung Originalakkus als Fälschung entlarvt. Können wir uns also noch sicher sein, was wir bekommen?

Warum werden Akkus gefälscht?

Die Ausgangssituation ist eigentlich klar. Jeder weiß, dass Original-Akkus in der Herstellung weit weniger Geld kosten, als das wofür sie dann verkauft werden. Hier wittern natürlich Unternehmen ihre Chance und bauen Akkus nach, welche dann als "Originalware" weiterverkauft werden. Gerade wenn die Preise nahe an den Produkten des Herstellers liegen, ist der Gewinn für den Verkäufer enorm. Gleichzeitig werden aber Markenrechte verletzt und der Käufer wird betrogen. Der Aufschrei im Internet um die gefälschte Ware ist nachvollziehbar.

Eigentlich nichts neues - ein Blick in die Vergangenheit

Das Szenario ist nicht neu. Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder Betrugsfälle, Markenrechtsverletzungen und Fälschungen. Gerade bei Akkus und Zubehörartikeln wie Ladekabeln ist es ein besonders lukratives Geschäft, da der Nachbau einfach ist.

Gefälschte Motorola Akkus

Wir landen in diesem Beispiel im Jahr 2012. Ein Blog-Eintrag auf "juliusbeckmann.de" zeigt, wie Fälschung und Original unterschieden werden können. Beide Akkus zum Verwechseln ähnlich!

Motorola Akkus im Vergleich Bild:juliusbeckmann.de Motorola Akkus im Vergleich Bild:juliusbeckmann.de

NIKON Kamera-Akkus Fälschung

Gehen wir in der Zeit noch weiter zurück. Im Jahr 2009 hat NIKON einen eigenen Guide zur Erkennung von Fälschungen für diverse Modelle geschrieben. Solche Maßnahmen sind nur erforderlich, wenn übermäßig viele Beschwerden oder Meldungen zu diesem Thema beim Hersteller eingehen.

Apple Lightning Kabel

Wer ein iPhone besitzt, kennt das Problem. Der neue Lightning Anschluss ist zwar cool, aber auch anfällig. Das Ersatzkabel bei Apple ist teuer und das Angebot an Nachbauten ist groß. So groß, dass sicher auch ein Verkäufer nicht zweifelsfrei sagen könnte, ob es sich um ein Originalkabel handelt. Apple geht hier entschieden dagegen vor mit einem "Guide" zur Identifizierung von Fälschungen.

Fake Lightning-Kabel Bild:techstage.de Fake Lightning-Kabel Bild:techstage.de

Gefälschte CPUs

Sogar CPUs wurden bereits dreist gefälscht. Natürlich kann man eine CPU nicht einfach nachbauen, aber zumindest die Verpackung manipulieren und ältere Ware verkaufen. In der Hoffnung der Kunde bemerkt es nicht. Details dazu im c´t Artikel "Schrotthandel - Gefälschte AMD-Prozessoren im Umlauf".

Kopfhörer nachgebaut

Um auch ein anderes Thema zu beleuchten: Die bekannte Marke "beats" baut hochpreisige Kopfhörer und verkauft diese auf einem breiten Markt. Hier wurde auch gekonnt die Chance ergriffen und es wurde versucht nachzubauen. Der Kunde, welcher im Idealfall zum ersten Mal einen derartigen Kopfhörer in der Hand hält, wird die Unterschiede nur schwer bemerken. Mehr Infos dazu auf ifun.de: Beats Kopfhörer in den Schlagzeilen: Produktfälschungen und WM-Verbot.

Was kann Electropapa als Händler tun?

Eins vorweg: Ich glaube daran, dass von den 12 getesteten Bestellungen bei Amazon ein paar Händler nicht einmal wussten, dass sie gefälschte Ware verkaufen. Denn diese kaufen bei einem Großhändler ein und können nur schwer die Echtheit prüfen. Warum das so ist? Ganz einfach: Die Fälschungen sind nahezu perfekt und die Prüfung jeder Warenlieferung ist zu aufwendig im stark umkämpften Zubehörmarkt. Hier kommen wir zum nächsten Punkt. Nur der Hersteller kann 100% sicherstellen, ob es sich um ein Originalprodukt handelt. Zwar wird alles dafür gegeben die "schwarzen Schafe" zu finden, aber bei riesigen Märkten und Plattformen wie Amazon oder eBay ist es einfach nicht möglich. Der Verkäufer von Originalware kann also nur nach bestem Gewissen seine Quellen selektieren und Stichproben nehmen. Der Umlauf von Fake-Artikeln ist trotzdem nicht 100% auszuschließen. Eine Alternative wäre es von vornherein Nachbau-Akkus, welche bei uns als "kompatibles Zubehör" gekennzeichnet sind, zu kaufen. Hier können wir die Qualität prüfen, denn die Beschaffungswege sind direkt. Keine Zwischenstationen und keine undurchsichtigen Handelswege. Wir als Händler geben das Zubehör direkt beim Hersteller in Auftrag und können so viel besser auf technische Eigenschaften und Qualität Einfluss nehmen, da bei groben Abweichungen in der Produktqualität der Hersteller gewechselt werden kann. Der Preis ist niedriger als beim Original, die Kompatibilität ist trotzdem zu 100% gegeben. Baugleiche Akkus oder sogar welche mit erweiterter Kapazität gibt es bei Electropapa für bekannte Smartphones wie beispielsweise das Samsung Galaxy S5

Wie steht es um den Kunden?

Aktuell findet man diverse Prüflisten um die Echtheit des Akkus zu validieren. Hier ist Vorsicht geboten, denn die Fake-Artikel sind oft täuschend echt. Bei aller Sorgfalt ist keine 100%ige Aussage möglich. Der Kunde hat in der Regel nicht einmal einen Vergleich, wie denn das Original auszusehen hat. Die Verantwortung liegt also klar beim Hersteller und bei uns. Der Hersteller kann die Unterschiede dokumentieren oder Prüfnummern einsetzen. Wir können unsere Einkaufswege selektieren und Zulieferungen sorgfältig prüfen. Electropapa bietet bei allen Bestellungen ein kundenfreundliches Rückgaberecht an. Sollte der Kunde Mängel feststellen, kann er die Ware problemlos retournieren und bekommt den Kaufpreis erstattet. Aber eins wird am Ende doch klar: Wenn selbst ein Riese wie Amazon keine absolute Sicherheit mehr beim Kauf bietet, wird es wohl auch in Zukunft immer komplizierter Fälschungen aus dem Weg zu gehen.

1 Kommentar

  • Nett, Danke für diese Informationen!
    Ich werden den geprüften Nachbau einmal ausprobieren.
Hinterlasse eine Antwort